Sonntag, 4. September 2016

Praxis für künftige Berufsleute


Im Labor des CMH finden Entnahmen und Analysen für die Patienten des CMH statt oder für Personen, die von aussen kommen und einen Labortest brauchen.

Das Labor ist aber auch ein ideales Übungsfeld für die Schüler des EPCM, die hier ihr theoretisches Wissen in der Praxis anwenden und sich mehr Wissen aneignen können.

Das ist im Moment der Fall bei Willyson, einen Studenten, der im September 2016 sein letztes Studienjahr im Bereich Labor beginnen wird.




Wenn man ihn fragt, warum er ausgerechnet diesen Berufszweig gewählt hat, antwortet er, dass nach ihm die Arbeit im Labor ein wichtiges Standbein darstellt in der medizinischen Versorgung und man so vielen Patienten helfen kann. 

Befragt nach den Gründen, aus welchen er sich dazu entschieden habe, einen Teil seiner Ferien für ein nicht obligatorisches Praktikum zu opfern, antwortet er, dass er einen Vorsprung wollte auf das neunmonatige Praktikum, das er innerhalb seines Studiums sowieso absolvieren müsse. Dann hat er dort schon mehr Erfahrung.

Dienstag, 16. August 2016

Ein Baby mit Missbildungen


Geburt eines Babys mit Missbildungen ohne Reflexe.
Das kleine Mädchen wurde am 13. Juli 2016 mit einer Missbildungen im Stirnbereich, am rechten Handgelenk und an einem ihrer Finger der rechten Hand geboren.




Die Ärzte sind der Meinung, dass die Missbildungen einer Überproduktion von Fruchtwasser während der Schwangerschaft zuzuschreiben sind.
Solche Geburten sind in Burundi erklärbar unter anderem durch den  Mangel an speziellen diagnostischem und therapeutischem Material zur Feststellung und Behandlung solcher Missbildungen, als auch auch im Fehlen an mit dieser Problematik vertrauten und geeigneten medizinischen Spezialisten.

















Die Mutter der Kleinen hatte bisher 7 Schwangerschaften.
Diese Geburt war ihre erste Entbindung im CHM und ihre Neugeborene ist das einzige Kind, welches mit  einer Missbildungen zur Welt kam..
Von den 7 Geburten sind zwei ihrer Kinder im Alter von 2 und. 6 Jahren verstorben. Dies erklärt auch, warum in Afrika viel mehr Kinder auf die Welt kommen als bei uns. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch.

Dienstag, 9. August 2016

Eine besondere Geburt


Anlässlich eines Besuches einer Frau bei Verwandten in der nähe des Spitals CMH, ereignete sich im Spital eine besondere Geburt: Die werdende Mutter hatte darauf bestanden, im CMH zu entbinden, statt in die Stadt ins staatliche Spital zur Geburt gebracht zu werden.
Sie hat ihr letztes Kind während der Geburt dort verloren und wollte aus Angst nicht mehr dort hin gebracht werden.

Unser Ärzteteam hat sie beruhigt und sie im Spital aufgenommen.












Nun ist sie glückliche Mutter eines strammen Jungen. Wir gratulieren!

Dienstag, 2. August 2016

Die Zahl im Monat Juni 2016

Im Monat Juni 2016 kamen im Spital 13 Kinder durch Kaiserschnitt auf die Welt.


Unter diesen Geburten war auch die des kleinen Jungen von Anne-Marie.

Montag, 1. August 2016

Anne-Marie - ihre erste Geburt im Spital "Centre Médical Hippocrat" (CMH)


Die junge Frau hat bereits 3 Kinder. Dies ist das erste Mal, dass sie im CMH entbunden hat.
Warum hat sie gerade diese Klinik gewählt?











Sie tat dies auf Anraten einer Verwandten, die bereits im CMH entbunden hatte und voller Lob über das Spital und das Personal war.
Seit Anfang Jahr hat das medizinische Personal feststellen können, dass vermehrt Frauen aus der Region Gatumba, nahe der kongolesischen Grenze und dessen Umgebung in das CMH zur Entbindung kommen.
Für das CMH ist diese starke Zunahme ein Zeichen des Vertrauens, besonders für die Entbindungsstation.

Montag, 11. Juli 2016

Praktikum und Beurteilung im CMH

Vom 11. Mai bis 8. Juni 2016, haben die 40 Schüler aus der angrenzenden Schule der EPCM ihr Praktikum an verschiedenen Orten der Provinz Bujumbura absolviert.

Unter den 40 Schülern waren auch 10 Schüler, die ihr Praktikum im Centre Médical Hippocrate absolviert haben. Diese Schüler konnten während dieser praktischen Ausbildungszeit im Spital arbeiten und das medizinische Personal in den verschiedenen Abteilungen begleiten: Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, interne Medizin, ambulante Konsultation. Die Gutachter waren: Madame Agnès, welche die 10 Schüler bereits während der ganzen Dauer des Praktikums betreut hat und eine Lehrerin der Schule.

Während des Praktikums wurden alle Schüler der 2. Klasse in folgenden Kompetenzen geprüft:

1.       Planung eines Pflegekonzepts
2.       Führen eines professionellen Gesprächs mit dem Kunden, der Familie und/oder der Gemeinschaft
3.       Umsetzung der Krankenpflege
4.       Verwalten der Mittel und Tätigkeiten der Krankenpflege
5.       Interesse an der beruflichen Weiterentwicklung
6.       Koordination der Zusammenarbeit aller Beteiligten




Die Praktikanten durften die Ärzte bei der Morgenvisite begleiten, um sich nach dem aktuellen Gesundheitszustand zu erkundigen.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Aus der Statistik vom Mai - 69 Geburten, davon 6 Kaiserschnitte


Ein Kaiserschnitt wurde am 27. Mai 2016 vorgenommen.

Während dieser Operation konnten die gute Zusammenarbeit zwischen Dr. Béatrice, Dr. Léandre,
Krankenschwester Alice und Krankenpfleger/Anästhesist Gaspard verfolgt werden. Eine spannende Sache, die wir hier in ein paar Bilder zu sehen bekommen:



Damit eine Geburt mittels Kaiserschnitt für Mutter und Kind erfolgreich ausgeführt werden kann, muss die Aufgabenhierarchie im Operationssaal ganz klar geregelt sein und eingehalten werden. Ablauf:

- Periduralanästhesie durch Anästhesist Gaspard



- Geburt des kleinen Jungen





- Operation der Mutter




Der neue Erdenbewohner!
Wer weiss, was noch alles auf ihn zu kommen wird. 



Freitag, 17. Juni 2016

Untergewicht - ein grosses Problem


Am 9. Mai 2016, hat ein kleines Mädchen im Spital das Licht der Welt erblickt.

Das Baby wurde termingerecht und auf natürlichem Weg geboren, hatte jedoch nur ein Gewicht von 1‘900 Gramm. Da die Eltern mittellos sind, war dies ein Alarmzeichen.
Zusätzlich musste das Mädchen während 10 Tagen mit Antibiotika behandelt werden.

Nach 10 Tagen hatte das Kind 200 Gramm zugelegt. Das Mädchen durfte daraufhin das Spital verlassen, die Betreuung wird jedoch ambulant weitergeführt.

Dienstag, 24. Mai 2016

Visum doch noch erhalten - die Stiftungsräte Susanne Baumberger und Markus Raub reisen nach Bujumbura

Nachdem der erste Visumantrag unbegründet abgelehnt wurde, haben Susannen Baumberger und Markus Raub nun doch das Visum für Ende Mai erhalten.


Ein erklärtes Ziel von burundikids schweiz ist es, dass wir mindestens einmal jährlich selber vor Ort das Projekt besuchen. Dabei wird das durch burundikids finanzierte Spital besucht, notwendige Unterhaltsarbeiten angeschaut und mit dem Personal gesprochen. Für die Mitarbeiter im Spital ist es auch eine Wertschätzung und ein Zeichen, dass wir uns für sie und ihre Arbeit interessieren.

Wir sind gespannt, was uns dieses Jahr erwartet und wie die Stimmung in dieser angespannten Situation ist.

Das Land befindet sich seit einem Jahr in einer politischen Kriese. 280'000 Menschen sind auf der Flucht, rund 800 wurden getötet. Die meisten Hilfswerke haben ihre Mitarbeiter abgezogen.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Familienplanung

Von Januar bis März 2016 sind 61 Frauen unterschiedlichen Alters ins CMH gekommen, um an den Sitzungen zum Thema “Familienplanung” teilzunehmen. Das CMH führt zwei Mal pro Woche Familienplanungs-Sitzungen durch, um den Paaren, die sich für ein Kind entschieden haben, alle wichtigen Informationen zu Schwangerschaft und Geburt zur Verfügung zu stellen.

Auch wenn die Sitzungen für Paare gedacht sind, nehmen nur die Frauen daran teil. Eine andere erstaunliche Tatsache ist, dass auch wenn die Ehemänner oder Partner nicht anwesend sind, trotzdem für die Frauen entscheiden, welches Verhütungsmittel sie nehmen müssen. Tatsache ist trotz allem, dass sich die Familienplanung bewährt: viele Paare aus Gatumba wissen ganz genau, dass es wichtig ist, wenige Kinder zu haben. Die Denkweise ändert ein wenig. Die Paare entscheiden heute 3 oder HÖCHSTENS 4 Kinder zu haben und nicht wie früher 3 oder 4 Kinder MINDESTENS.
 Mme Agnes, die für die Familienplanungs-Anlässe zuständig ist, ist überzeugt, dass der nächste Schritt sein wird, dass die Ehemänner oder Partner ihre Frauen zu den Sitzungen begleiten werden.